Pre-Au Pair Tag

Pre-Au Pair Tag – by Freda

1. Warum hast du dich dazu entschieden ein Au Pair zu werden?

Ich hatte mir während der Oberstufenzeit fest vorgenommen, nach dem Abi in die USA reisen zu wollen. Da ich dann aber festgestellt habe, dass man in einer 2,3,4-wöchigen Rundreise gar nicht mal so viel entdecken kann und das auch ganz schön teuer ist, habe ich mich dann mal umgeschaut was es denn für Möglichkeiten gibt, mehr als nur ein paar Wochen in den USA zu verbringen, um eben mehr entdecken zu können, aber auch die Kultur und Menschen kennenzulernen. Bin dann auf Sachen gestoßen wie Gap Year, Work and Travel, FSJ usw. aber irgendwie hat mir das alles nicht zugesagt. Als ich dann herausgefunden habe, dass man auch als Junge die Möglichkeit hat Au Pair zu machen, war ich gleich begeistert von der Idee, ein Jahr in einer Familie mit Kindern zusammen zu leben und mit ihnen Zeit zu verbringen und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, die USA zu entdecken. Die Tatsache, nebenbei mein Englisch verbessern (vielleicht perfektionieren?) zu können, finde ich natürlich auch nicht gerade schlecht. Also habe mich dazu entschlossen, als Au Pair in die USA gehen zu wollen. Und JA, richtig gelesen, ich bin ein Junge, liebe es Zeit mit Kindern zu verbringen und möchte Au Pair werden! Wird der ein oder andere vielleicht erst einmal kurz blöd gucken, aber ist mir auch egal. 😀

2. Warum Amerika?

Großbritannien kam nie in Frage. Australien und Neuseeland sind zwar auch tolle Länder, die ich irgendwann mal noch bereisen möchte, aber in die USA wollte ich einfach schon immer einmal. In den USA gibt es so viele unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen wie wohl in kaum einem anderen Land und einfach so unglaublich viel zu entdecken, daher ganz klar USA! 🙂

Abgesehen davon habe ich weitläufige ( ziemlich weitläufig) Verwandte in Amerika, die ich in dem Zusammenhang dann auch gerne mal besuchen möchte. 🙂

3. Welche Agentur?

Da die Auswahl an Au Pair Agenturen, die auch männliche Au Pairs vermitteln nicht allzu groß ist, habe ich mich für Cultural Care entschieden, da das zu dem Zeitpunkt, als ich nach einer Agentur gesucht habe, die einzige von denen, die ich gefunden hatte war, die auch Jungs vermittelt. Abgesehen davon ist CC ja auch die größte Au Pair Organisation, daher dachte ich, das ist ja vielleicht gar nicht mal so schlecht und habe mich schließlich zu einem Infotreffen angemeldet.

4. Wann hast du dich beworben?

Bei Cultural Care ist das so, dass man sich zu einem Infotreffen in der Nähe anmelden kann, um sich über das Au Pair Program von CC zu informieren. Die Anmeldung zum Infotreffen ist jedoch unverbindlich, d.h. man kann sich das ganze erst einmal anschauen, muss sich aber noch nicht gleich als Au Pair bewerben. Ich habe am 27.09.14 am Infotreffen in Karlsruhe teilgenommen, und da mir das alles sehr zugesagt hat, habe ich dann auch gleich am Ende die Unterlagen ausgefüllt und mich beworben. Anschließend habe ich dann die Zugangsdaten zu meinem Online Au Pair Account zugesendet bekommen und am 30.09. habe ich angefangen, meine Bewerbung auszufüllen. Da ich jedoch noch eine Zahnspange habe, die erst im März 2016 entfernt wird und ich somit erst ab dann ausreisen kann, hatte ich genügend Zeit um meine Bewerbung auszufüllen. Freigeschaltet wurde ich dann ENDLICH am 06.11.15, nachdem ich meine Bewerbung 6 Wochen vorher bei meiner Regionalleiterin eingereicht hatte.Ich muss dann eben noch einmal zu einem Infotreffen gehen bevor ich ausreise, da der Besuch eines Infotreffens bei Ausreise maximal 1 Jahr zurück liegen darf.

5. Wie viel Kinderbetreuungserfahrung hast du?

Da ich zwei Halbgeschwister habe, die sieben und neun Jahre jünger sind als ich, konnte ich dadurch die letzten Jahre zu Hause schon Erfahrung in Kinderbetreuung sammeln. Um noch mehr Kinderbetreuungserfahrung, auch mit kleineren Kindern, zu bekommen, habe ich dann in den Sommerferien 2014 noch ein zweiwöchiges, und 2015 nach dem Abi noch ein sechswöchiges Praktikum im Kindergarten gemacht 🙂

6. Wie lange hat es gedauert bis du deine Familie hattest?

Ich wurde am Freitag den 06.11.15 freigeschaltet und hatte von da an mit verschiedenen Familien Kontakt (Genaueres unter „Family Matches“), mit der ersten gleich am besagten 06.11.15. DIE eine Familie kam dann letztendlich am Nachmittag des 11.01.2016 in meinen Account und nach ein paar Emails und einem Skype-Date am 17.01. kam dann in der Nacht vom 19. auf den 20.01. um 01:34 Uhr endlich die ersehnte Email: „We chose YOU“ :)))

7. Erster Eindruck von deiner Gastfamilie?

Wow! Total lieb und sehr sehr sympathisch 🙂

8. Auf wie viele Kinder wirst du aufpassen?

Ich werde auf 3 kleine, goldige Jungs aufpassen :). G (3), B (5) und C (6)

9. Wo wirst du wohnen?

Ich werde in Bedford Hills, NY wohnen, ca. eine Stunde nördlich von NYC.

10. Wie wirst du leben?

Bedford Hills ist ein kleiner Ort (3000 Einwohner) mit viel Natur, in einer ländlichen Gegend, was mir ganz gut gefällt, da ich sowieso nicht so der Stadtmensch bin. Dort hat meine Host Family ein großes Haus mit Garten, wo ich mein eigenes Zimmer mit Bad haben werde. 🙂

11. Was sind deine größten Befürchtungen/ Ängste?

1.Dass zu Hause in Deutschland irgendetwas Schlimmes passiert.

2.Dass mit meiner Host Family was schief läuft und ich ins Rematch muss.

3.Dass ich zu viel Heimweh haben werde.

12. Was erwartest du von diesem Jahr?

Ich erwarte von diesem Jahr einfach, dass ich eine supertolle Zeit mit meiner Host Family und vor allem meinen 3 Host Kids haben werde, dass ich viele neue ( internationale?) Freundschaften knüpfen werde, viel von der Kultur und dem Land miterleben bzw. sehen kann und dass ich einfach an mir selbst wachse, mich weiterentwickle und reifer, selbstständiger, unabhängiger werde.

13. Was wirst du am meisten vermissen?

Definitiv meine Familie, vor allem meine Eltern und Großeltern; Familie steht bei mir schon immer an erster Stelle. Selbstverständlich auch meine Freunde und auch das gute Essen von zu Hause und meine wunderschöne Heimat, die Südpfalz 🙂 :D, aber am meisten wird es wohl tatsächlich meine Familie sein. Weihnachten mit meiner Mama und meinen Großeltern, Geburtstage mit der Familie, all diese Dinge eben…

14. Was wirst du nicht vermissen?

Also auf jeden Fall mal den hohen Betrag den ich für mein Fitness-Studio-Mitgliedschaft bezahle!:D Dann noch diese „vielen“ unhöflichen Menschen hier in Deutschland, die wohl verlernt haben einfache Worte wie „Hallo“ oder „Guten Tag“ zu sagen. ( K.A. ob das in den USA anders sein wird). Außerdem noch dieses relativ langweilige Leben, das ich seit dem Abitur führe, mal da ein wenig arbeiten, mal da ein wenig arbeiten, aber einfach keinen geregelten Alltag zu haben, das werde ich definitiv nicht vermissen.

15. Was willst du nach deinem Au Pair Jahr machen?

Wenn ich wieder zurück bin habe ich vor dual Chemie zu studieren. 🙂

Plan B wäre Chemie und Englisch auf Lehramt. Denke ein Plan B zu haben ist angesichts der hohen Durchfallquote bei Chemie nicht von Nachteil. 😀

16. Was willst du in Amerika auf jeden Fall sehen?

So viel wie möglich! 😀 Nein, also so viele Dinge die ich auf jeden Fall sehen will, gibt es eigentlich gar nicht. Habe mir einfach mal eine To-Do-Liste gemacht, was ich alles gerne sehen würde, davon auf jeden Fall vielleicht die Statue of Liberty, Lake Tahoe, den Grand Canyon, das White House, San Francisco. Veranstaltungsmäßig gesehen wären da Wrestlemania, Super Bowl und ein Spiel der Giants, wobei ich beim Super Bowl nicht unbedingt live im Stadion sein muss, Hauptsache mit Anderen irgendwo in einer Bar oder so, wo das Spiel übertragen wird.

17. Was sind deine Ziele für dieses Jahr?

Eigentlich so ziemlich das Selbe wie bei Frage 12. Ich möchte einfach so viel wie möglich von den USA sehen und eine super Zeit mit meiner Hostfamily haben und mit dieser eine so gute Beziehung aufbauen, dass wir auch noch lange nach meinem Jahr Kontakt miteinander haben werden.

18. Wie wirst du mit der unterschiedlichen Kultur umgehen?

Ich hab‘ noch keine Ahnung, denke aber, da werde ich mich schon darauf einlassen und auch arrangieren können. 🙂

19. Was hält deine Familie von deiner Entscheidung als Au Pair wegzugehen?

Die sind größtenteils total begeistert davon, finden super, dass ich sowas mache und stehen dabei voll hinter mir. 🙂

20. Worauf freust du dich am meisten?

Auf meine Host Family und vor allem auf meine supertollen Host Kids 🙂

Außerdem freue ich mich natürlich auch auf das Reisen, die neuen Freundschaften, die man schließen wird und das Entdecken dieser für mich neuen Kultur. 🙂

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