#13 – 5 Wochen, 13 Staaten, 7185km (Teil 2)

Hallo da draußen! 🙂

Nun also zum zweiten Teil meines 5wöchigen Roadtrips, keine 10, aber immerhin 11 Tage nach dem ersten Teil! Und ich entschuldige mich, bzw. warne euch vor… der Teil ist seeehr lange… auf einen dritten Teil wollte ich jetzt aber auch nicht ausweichen, also los!

Die Fahrt ging nun also von Indiana nordwärts, an Chicago vorbei, wo ich die schöne Skyline sehen durfte, bis nach Minneapolis! Auf der achtstündigen Fahrt haben wir nach etwa 3 Stunden für Dinner an einem Rasthof Halt gemacht, wo zur gleichen Zeit ein ganzer Bus voller Amish gewesen sind, ein interessanter Anblick gewesen, ein ganzer Rasthof voller Amish. Kurz nach 1 Uhr sind wir angekommen und haben bei der Großmutter meiner HM übernachtet. Die nächste Nacht haben wir über Airbnb im „Magician Estate“ geschlafen, dem Haus von Matt (Mitte 30), der hauptberuflicher Zauberer ist. Das Haus war echt speziell, aber ich finde total cool eingerichtet und hat mich teilweise mega an „American Pie“ erinnert :D. Matt ist echt ein cooler Typ gewesen und habe abends auch seinen Kumpel Michael kennengelernt. War mit den beiden noch ne ganze Weile zusammen gesessen und haben viel erzählt. Mit Michael hab ich mich sogar gewissermaßen angefreundet und wir bleiben über Facebook in Kontakt. Am nächsten Morgen, bevor wir aufgebrochen sind, hat er mir sogar einfach 40$ in die Hand gedrückt und gesagt ich soll mir damit ein schickes Hemd kaufen, da ich ihm die Nacht zuvor erzählt hatte, dass ich bald Bewerbungsfotos machen gehen muss- wusste gar nicht was ich sagen soll, aber ja, manchmal hat man wohl einfach Glück. 🙂

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Es ging 3 Stunden weiter nordwestlich ans Seehaus/-hütte nach Ottertail, noch in Minnesota aber nah an North Dakota. Dort sind wir dann 7 Nächte geblieben. Während dieser Woche habe ich die Eltern und den Bruder meiner HM kennen gelernt, die alle super nett sind, war für einen halben Tag in Fargo, North Dakota, zweimal in einer Walk-in Clinic, da beim ersten mal meine Bindehautentzündung immer noch nicht geheilt war und ich neue Tropfen bekommen habe, beim zweiten mal um einen kleinen Splitter des Rochenstichs zu entfernen, den ich bemerkt hatte, da es wieder anfing weh zu tun, mit meinen Kids bei nem Schildkrötenrennen mitgemacht ( auch wenn ich es totale Tierquälerei fand), haben mit dem Boot eines Freundes einen kleinen Ausflug auf nem See gemacht und war natürlich viel im See schwimmen. Mein Highlight dieser Woche war allerdings, dass ich, aufgrund guter Beziehungen der Mom meiner HM, Teil einer Native American „Sweat“ sein durfte. Eine traditionelle Gebetszeremonie der Indianer, wo eigentlich nur in sehr seltenen Fällen Weiße daran teilnehmen dürfen. Es war wirklich eine ganz tolle Erfahrung gewesen, zwar verdammt heiß und wohl 100% Luftfeuchtigkeit, ( meine HM meinte sie war kurz vorm kollabieren) aber wirklich eine einzigartige Erfahrung, an die ich mich wohl mein Leben lang gerne erinnern werde. Obwohl ich eigentlich jegliche Art von Rauchen grundsätzlich ablehne, habe ich hier aus Respekt am Ende der Zeremonie die Friedenspfeife mit geraucht. Wenn ihr mehr über eine „Sweat“ wissen wollt, dann googelt es doch einfach mal. 🙂

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Nach der 7. Nacht am See war dann auch schon der 29. Juli, mein 21. Geburtstag!!! Meine Mama hat mir mit einer Freundin und Gitarre ein Geburtstagslied aufgenommen und mir zugeschickt und auch mein Papa mit Geschwistern und Freundin bei einem Karaoke-Abend ein Video davon gemacht, wie sie mir Happy Birthday singen. Beides fand ich ganz toll und hatte mich sehr darüber gefreut. Mit meiner HM und den Kids bin ich dann zum Frühstück Pfannkuchen essen gegangen, wo auch sie mir „Happy Birthday“ gesungen haben. Ein Geschenk hab ich leider keines bekommen, hätte mich ja zumindest über eine kleine nette Karte schon sehr gefreut, aber naja, so ist das halt. Sind dann ne gute Stunde nach Baxter gefahren, von wo aus ich mir ein Auto gemietet habe, um 2h nach Hinckley,MN zu fahren und mir einen langen Wunsch zu erfüllen. Ausgerechnet an meinem Geburtstag hat dort nämlich dieses Jahr meine langjährige Band Three Days Grace, die ich noch nie live gesehen hatte, zusammen mit 3 Doors Down, die ich auch super finde, ein Konzert gegeben und so hatte ich mir dann selbst ein super tolles Geburtstagsgeschenk gemacht, bzw. meine Mama, da sie mir das Ticket bezahlt hat. 🙂 An diesem Tag war ich zwischenzeitig sehr traurig gewesen, Geburtstag und so weit weg von zu Hause, hier oben in Minnesota nicht mal ein einziges Au Pair, das ich kenne.. In Blogs hab ich immer gelesen, Geburtstag und Weihnachten seien hart und ich dachte mir, c’mon, wieso sollte es anders sein als an jedem anderen Tag, aber ja es war so. Aber Abends war ja dann das Konzert, habe mir noch ein Shirt, Tank Top und CD gekauft und hatte einen supertollen Abend. Die Nacht in dem kleinen Auto, ausgebreitet über geklappte Rückenlehne und Kofferraum zu schlafen war zwar alles andere als bequem, aber hey, als Au Pair muss man Geld sparen! 😀

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dsc_2662Die nächsten drei Nächte haben wir in Minneapolis verbracht und dieses Mal war auch Zeit, sich die Stadt anzuschauen und Fotos zu machen, daher schreibe ich hierzu gar nicht viel und lasse die Fotos sprechen. Einzig zu erwähnen sollte ich vielleicht, der Wolkenkratzer auf dem ich war, ist der 1929 erbaute Foshay Tower. ( State #8&9)

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Der nächste Stop: “ The Windy City“, CHICAGO! Gegen 16:30Uhr mit Simon getroffen, der mit mir im Flieger und der TS war und später kam noch Tatjana dazu, mit denen ich den restlichen Abend verbracht habe.

 

Den nächsten Tag haben wir dann mit einer Freundin meiner HM den Tag in Chicago verbracht. Wir machten die Architectural River Cruise ( sehr empfehlenswert), waren im berühmten Millenium Park und zu guter letzt ( schreibt man „letzt“ jetzt groß? :D) auf dem noch berühmteren Skydeck des Willis Towers in 412m Höhe! War leider so stressig da oben dass ich mir gar nicht RICHTIG Zeit genommen habe, um das richtig auf mich wirken zu lassen und mal wirklich nach unten zu schauen, außer um Fotos zu machen, also macht das bitte auf jeden Fall, andere Leute nehmen sich auch ewig Zeit! Trotzdem definitiv der Hammer gewesen. Den Rest vom Abend hab ich mich dann noch mit Linda und Shannon getroffen, die ich noch vor Beginn des Abenteuers in einer Au Pair WhatsApp Gruppe kennen gelernt habe. Ist echt toll wie man als Au Pair einfach fast überall andere Leute kennt, mit denen man sich dort treffen kann ( ..außer eben in Minnesota, haha). Den nächsten Tag hatte ich komplett off. So habe ich also meine Kamera in den Rucksack gepackt und bin los gezogen. Vom Airbnb in Oldtown zum Navy Pier, dann durch den Millenium Park zum Adler Planetarium für weitere Skyline Fotos. Von dort aus dann aber mit dem Bus zurück zum Millenium Park. Eigentlich wollte ich meine Badeshorts einpacken, der See sah auch so verdammt schön türkis aus und ich wollte eigentlich so sehr einfach reinspringen, aber hatte sie dann doch im Airbnb vergessen gehabt :/. An dem Tag bin ich circa 12km gelaufen, leider auch verpennt diese berühmte Chicago Pizza oder Popcorn zu probieren, aber naja, zumindest schöne Fotos von der Stadt hab‘ ich, haha. ( State #11)

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Die nächsten zwei Nächte haben wir dann wieder bei den Schwiegereltern übernachtet in Indiana, dann 2,5 Stunden nach Indianapolis für einen kurzen Stopp und anschließend bin ich weiter gefahren, pausenlos 6 Stunden nach Tennessee zum Ferienhaus, wo wir weitere drei Nächte verbracht haben. Während diesem Aufenthalt sind wir mit einem Freund meiner HM zum „Caving“ gegangen, also in so eine Höhle im Wald, die überraschend/beeindruckend groß war, vll 30*30*10m, schwer zu schätzen da es komplett finster war. War auf jeden Fall cool!

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Nach zwei weiteren Nächten ging es dann weiter, kurz nach Nashville in die Country Music Hall of Fame&Museum, da die als wir das erste mal in Nashville waren leider schon zu hatte und ich sie sehr gerne sehen wollte, und dann zum letzten Stopp dieses langen Roadtrips, für zwei Nächte nach „Blues City“, Elvis‘ City, Memphis!

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Donnerstag haben wir dann den Großteil des Tages auf Graceland verbracht, einst Elvis Presleys Anwesen! Hatte erwartet man fährt da hin, schaut sich das Haus von außen an und fertig. War aber viel mehr als das, eine riesige Touristenattraktion und definitiv empfehlenswert. Haben die Audiotour durch das ganze Anwesen gemacht und anschließend noch seine Autos bzw. Fahrzeuge, in einem Museum ausgestellt sowie sein Jet und Flugzeug angeschaut. Abends hab ich mich dann noch auf 2,3h mit Doro, die ich auch aus ner Au Pair Gruppe kenne, in nem Starbucks getroffen.

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Und nun wohl zu dem abgesehen von Rematch wohl größten Tiefschlag bisher:

Am nächsten Morgen um 04:30Uhr ( paar Stunden später wollten wir Richtung Texas aufbrechen) hat es an der Tür geklopft, meine HM ist dann raus, paar Minuten später wieder gekommen, gesagt unser und 8 weitere Autos wurden aufgebrochen, aber wurde wohl nichts gestohlen meinte sie. War natürlich schon geschockt, aber hab weiter geschlafen. Um ca. 10Uhr bin ich dann ans Auto, da es in die Werkstatt musste und ich meine Sachen rausholen wollte, da es die letzte Nacht war hatte ich nämlich meinen großen Koffer im Auto gelassen. Und dann der Schock: Er war weg. Mein kompletter Koffer (den ich mir speziell für mein Au Pair Jahr gekauft hatte und alleine der schon für mich mehr oder weniger als Symbol für mein Au Pair Jahr stand), mit 90% all meiner Klamotten, die ich dabei hatte, bzw schon hunderte von Dollars für ausgegeben hatte, sowie Erinnerungsstücke ( Souvenirs, T-Shirts,..) aus all den Orten an denen ich die letzten 5 Wochen war, alles weg, in der letzten Nacht dieses eigentlich super tollen Roadtrips.. Ihr könnt euch denke ich vorstellen, wie fertig ich war.. Mir ging es nicht mal um den Sachwert von insgesamt ~1200€, sondern um den ideellen Wert, der hinter vieler dieser T-Shirts oder Souvenirs stand, z.B. auch das „Welcome Pascal“ Plakat, das bei der Ankunft in meiner ersten Host Family an meiner Zimmertür hing, und einfach so viele Dinge, die mir was bedeuteten.. Habe dann eine Liste gemacht mit allem und den Werten, um an die Versicherung zu senden, wobei bis jetzt (Anfang September) noch nicht sicher ist, ob ich zumindest einen Teil des materiellen Wertes wieder bekomme. Vor allem, dieser Parkplatz vom Hilton Hotel war eigentlich durch einen Security überwacht – ich frage mich echt, wie dieser nichtsnützige ****** davon nichts mitbekommen konnte… Abends habe ich mich dann, da wir noch eine Nacht länger bleiben mussten, da das Auto noch in der Werkstatt war, nochmal mit Doro getroffen, und es tat echt verdammt gut sich über das alles gut unterhalten zu können und verstanden zu werden. Am nächsten Morgen war das Auto dann fertig und wir sind gegen 11Uhr aufgebrochen auf den langen Weg Richtung Texas, zum Lunch ein kurzer Halt in Little Rock, AR (State #13) und sind dann nach 12 Stunden Fahrt kurz vor Mitternacht in San Antonio angekommen.( State #14)

Sooo, das war also nun der zweiteilige Bericht zu meinem großen Roadtrip durch die USA, mit vielen Höhepunkten, aber eben leider auch einem großen Tiefpunkt kurz vor Ende. Insgesamt werde ich den Roadtrip selbstverständlich in toller Erinnerung behalten, wohl nur nie wieder in nem „Doubletree by Hilton“ übernachten, da bin ich zu abergläubisch! 😀

Ich hoffe euch hat dieser lange Bericht zu meinem Roadtrip gefallen und ich konnte euch durch Einfügen vieler Bilder das Lesen der vielen Worte etwas erleichtern und auch Lust auf den ein oder anderen Ort wecken! Sobald wie möglich wird schon wieder ein nächster Reisebericht kommen, denn vor 2 Wochen war ich für 4 Nächte in NY, 2 davon an den Niagara Fällen und 2 in der alten Heimat, Freunde wiedersehen und Orte in der City sehen, die ich noch nicht zu sehen bekommen hatte. 🙂 Der nächste Trip steht auch schon wieder an, genauer gesagt dieses Wochenende :D..dazu aber in wenigen Wochen mehr!

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Achso, und falls ihr euch fragt, wo ist denn State #10 und #12.. Das waren Wisconsin und Kentucky, wo ich aber nur durchgefahren bin ohne jeglichen Halt zu machen, daher habe ich das nicht erwähnt. Wisconsin ist mir sogar tatsächlich erst beim Schreiben wieder eingefallen, weshalb es jetzt sogar 14 anstatt 13 Staaten sind, die ich gesehen habe. 😀

So long,

Pascal 🙂

 

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2 Gedanken zu “#13 – 5 Wochen, 13 Staaten, 7185km (Teil 2)

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