#10 – Arizona-Trip mit meiner Host Family

Hallo da draußen! 🙂

Heute kommt schon wieder ein „Reisebericht“, denn ich war mit meiner Host Family für 5 Tage in Arizona gewesen! Es war der erste Trip den ich mit meiner HF zusammen gemacht habe, daher war das dann doch nochmal etwas Neues und ich war sehr gespannt darauf!

Ich hatte es tatsächlich geschafft, Kleidung für 5 Tage in meinen Handgepäckskoffer zu packen und so ging es dann freitagmorgens um ~6:30Uhr mit einem Taxi/Shuttle-Service an den JFK, wo wir dann in einem Restaurant nochmal Pfannkuchen gefrühstückt haben ehe es dann um 10:30Uhr schon ab in die Luft ging für einen 4,5h Flug nach Phoenix. Klingt vielleicht albern, aber irgendwie war es für mich schon ein etwas (positiv) „seltsames?!“ Gefühl, das erste Mal seit meiner Ankunft in den USA wieder am JFK zu sein. In Arizona angekommen, 12 Uhr Ortszeit, wurden wir dann erstmal von knapp 40°C wärmstens begrüßt und haben uns gleich auf zum Resort gemacht, wo meine Gasteltern, wie ich dann dort festgestellt hatte, eine kleine Villa gemietet hatten – TOTAL SCHÖN!*_* Die Landschaft hier hat mich gleich an Utah erinnert, mit dem kleinen Unterschied, dass es in Utah diese vielen, schönen, großen Kakteen nicht gab. Ich habe mein Schlafzimmer mit meinem Siebenjährigen geteilt und so sind wir nach dem langen Tag alle um 21:30Uhr Ortszeit schlafen gegangen.

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Am nächsten Morgen sind wir dann früh ins Hotel-Restaurant um zu frühstücken und dann auch schon um 8 Uhr nach Scottsdale aufgebrochen, wo wir nach ca. 35 Minuten im schönen Ortsteil “ Oldtown“ angekommen sind. Oldtown sieht aus wie eine alte Westernstadt, wie man sie aus Western-Filmen kennt, was mir sehr gut gefallen hat und ich mich deshalb auch entschieden habe etwas länger hier zu bleiben als meine Gastfamilie, die nach 1 Stunde durchschlendern wieder zurück zum Hotel aufgebrochen sind, und mit Uber zurück zum Hotel zu fahren. So habe ich dann noch in Ruhe Fotos schießen sowie Souvenirs einkaufen können, wie immer u.a. ein T-Shirt, und habe in einem Saloon mit live Country-Music noch einen guten Burger gegessen. In der Stunde in dem Saloon habe ich dann gemerkt, ohja, das ist Amerika ( bzw. der Südwesten) wie ich es mir vorgestellt habe; mehr Amerika-Feeling ging da für mich nicht! 😀 Zurück zum Resort bin ich dann wie gesagt wieder mit Uber und habe für 40km Fahrt nicht einmal 30$ bezahlt und mit dem Fahrer ein nettes Gespräch geführt! Er gehörte dem Bahaitum an, einer Religion, die ich bis dahin noch gar nicht kannte, daher war es wirklich ein interessantes Gespräch und ich habe wieder etwas dazu gelernt. Im Resort sind wir dann alle zusammen nochmal für eine Stunde in den Pool gegangen, ehe die Jungs dann auch schon gegen 17 Uhr ins Bett sind. Meine Gasteltern wollten, dass sie nach wie vor nach New York Zeit ins Bett gehen ( 20 Uhr in dem Fall), habe ich zwar nicht ganz verstanden, da die Jungs dadurch morgens schon um 4,5 Uhr wach waren, aber naja.

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Sonntagmorgen ging es dann sogar schon um 6Uhr los nach Sedona, wo wir eine Jeep Tour gebucht hatten. Die Fahrt dorthin dauerte 1,5 Stunden und war mit den 3 Jungs im Auto, die die ganze Zeit nur Quatsch gemacht haben und laut waren, ganz schön anstrengend muss ich gestehen, haha. Umso toller war dann die zweistündige Offroad Jeep Tour, bei der es teilweise 30-45° Steigungen zu überwältigen galt – ein riesen Spaß war das! Nachdem wir dann in einem Restaurant zum Lunch waren, sind meine Gasteltern auf meinen Wunsch hin noch kurz an der Chapel of the Holy Cross vorbei gefahren; eine kleine moderne Kapelle, die zwischen rote Sandsteinfelsen gebaut wurde. Hatte mir sehr sehr gut gefallen. Bevor wir uns dann auf den Rückweg gemacht haben sind wir noch am Montezuma Castle vorbei gefahren, eine 900 Jahre alte sog. Felsenbehausung, die in der Vergangenheit von Idianern bewohnt wurde. Heute wurden übrigens tatsächlich Spitzenwerte von 50°C erreicht, da hätte man wohl fast keinen Herd mehr gebraucht um sich ein Spiegelei zu braten!

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Am letzten Tag vor der Rückreise hatte ich mich dazu entschieden, doch noch eine kleine Wanderung anzutreten, allerdings keine große, da es wieder 50°C werden sollte. So habe ich mich für eine Wanderung von 1 Meile länge entschieden, die zu einer alten Idianerdorf-Ruine geführt hatte, Sears Kay Ruin. Nach ca. 100 Metern bin ich dann allerdings erstmal wieder umgekehrt, da ich ein paar Meter vor mir Geräusche gehört hatte, die sich für mich angehört hatten wie eine Klapperschlange, das war mir dann doch nicht geheuer so ganz alleine mitten in der Wildnis. Unter der Überdachung am Anfang des Wanderwegs hatte sich mittlerweile ein Biker niedergelassen, der aussah als käme er von hier und da dachte ich, ich spreche ihn mal auf die Geräusche da an. Er meinte dann, das seien (…) ( irgendwelche Insekten, mir fällt der Name nicht mehr ein xD), die in den Büschen sitzen und sehr ähnliche laute machen wie Klapperschlangen, sich allerdings mehr widerhallend anhören. Nach mehreren Minuten Überlegen habe ich mich dann doch überzeugen lassen und bin die Wanderung wieder angetreten. Der Biker hatte mir allerdings den Tip gegeben, sicherheitshalber einen langen Stock mitzunehmen, mit dem ich die Büsche „abtasten“ könnte, dass sich auch keine Klapperschlange darunter versteckt.  Tatsächlich bin ich dann glücklicherweise auf keine Schlange getroffen, lediglich auf eine alte Schlangenhaut, und war nach etwa einer Stunde auch wieder unten angekommen. Der Biker war immernoch da und so habe ich mich wieder zu ihm gesetzt und wir haben noch ein wenig erzählt. Er war echt total nett, hat mir sogar ein Bier angeboten, seinen Revolver gezeigt, den er stereotypisch hinter der Gürtelschnalle hatte und mir später noch geholfen, ein Taxi her zu bestellen, da der Typ am Telefon mit seinen südamerikanischen Akzent mich mit meinem deutschen Akzent irgendwie nicht verstehen konnte, haha. Der Biker hat am Telefon auch mehrmals nachgehakt, dass das Taxi wirklich zu 100% kommen wird, da er mich nicht ungewiss alleine hier draußen in der Wildnis sitzen lassen wollte. Also wirklich ein total netter Kerl gewesen, war sogar Präsident von seinem Biker-Club, den Namen habe ich leider vergessen. Also da soll noch einmal jemand sagen, jeder Biker auf ner Harley mit Lederkutte ist gleich ein Krimineller oder sonst irgendwas Negatives. Habe mich dann mit dem Taxi zum Frontier Town von Cave Creek fahren lassen, auch wieder eine alte Westernstadt, wo ich nochmal mehrere Bilder geschossen und das Cowboy-Feeling auf mich wirken lassen habe. Nach einem Mittagessen in einem mexikanischen Restaurant bin ich dann mit Uber wieder zurück zum Resort. Dort war dann über den Nachmittag noch der 93(?) jährige Großonkel meiner Gastmutter zu Besuch. Als er gegangen war ging es dann nochmal in den Pool und wieder bald ins Bett, denn Dienstag ging unser Flieger schon um 9 Uhr morgens wieder von Phoenix zurück nach NYC, wo wir aufgrund der Zeitverschiebung erst um 5Uhr nachmittags angekommen sind.

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Das war es dann auch schon wieder für heute. Ein neuer Reisebericht wurde geschrieben und somit ist meine Landkarte nun auch wieder um einen Staat bunter geworden. BTW: Ich bin nun schon 101 Tage in den USA, kann es wirklich nicht glauben, wie schnell die Zeit doch vergeht.

 

So long,

Pascal 🙂

 

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